Man kann nur staunen, wenn man IKZ online liest oder auf der SPD Internetseite vorbeischaut: Die SPD plant tatsächlich nach der Kommunalwahl im August die Stadtbücherei aus den Räumlichkeiten zu verbannen und stattdessen dort Gastronomiebetriebe einzurichten. Kommerz statt Kultur lautet offenbar das sozialdemokatische Motto.
Ganz abgesehen davon, dass die Stadt zunächst vermutlich erstmal richtig Geld in die Hand nehmen müsste, um die Räumlichkeiten des wirklich schönen „Alten Rathauses“ für Club- oder Kneipenbesitzer tauglich zu machen. Als Alternative plant die SPD, die Bücherei in einen Glaskasten am Bahnhof zu verfrachten, der noch von einem Investor gebaut werden müsste. Der zumindest würde sich 100prozentig freuen, über Jahrzehnte die Mieteinnahmen gesichtert zu haben!
Nicht zu Unrecht kommt da publizistischer Widerstand auf. SPDBlog kann sich dem IKZ-Leser „noone“ nur anschließen:
Was für eine blöde Idee. Ich hab zwar nichts gegen das Triangel-Haus aber für die Bibliothek ist die Innenstadt der ideale Standort, man schaut rein, bummelt nochmal etwas durch die Stadt oder auch umgekehrt. Am Stadtrand lässt sich da nichts verbinden. Und wieso soll man so ein lichtes Glashaus mit Bücherregalen vollstellen?
Schwerter Bürgermeisterkandidaten aufmerksam gemacht. Nicht viel Neues bietet die SPD, wenn es zukünftig in Iserlohn heißen soll:
ein altbekannter Genosse wieder ins Rampenlicht zu rücken versucht: Michael Scheffler.
